CCCamp 2019: Schön wars!

Vor etwa vier Wochen landeten zwei Transporter mit staubüberzogener, durcheinandergeworfener Ladung in ihrer Home Base, dem Hackerspace Saarbrücken. Sie kamen aus Mildenberg, wohin sie zehn Tage zuvor aufbrachen um dort das Chaos Communication Camp zu besuchen. Im Gepäck hatten sie eine kuriose Auswahl verschiedenster Gegenstände, die mit ausreichend Phantasie einige vielleicht noch als aufwändig-improvisatorisches Camping-Equipment, andere eher als vollumfängliche Wohnhackerspaceausrüstung für den Außeneinsatz bezeichnen würden. Große Zelte, ausreichend viele Tische, Bänke und sogar Sofas bildeten die Grundlage für einen gemütlichen Aufenthalt, die von hochprofessioneller Strom-, Licht- und Internettechnik sowie großküchengeeignetem Kochwerkzeug mit Pizzaofen zu einem wohnlichen Ort vollendet wurden, das von vielen netten Menschen bewohnt und mit Leben befüllt wurde.

Ebendiese Bewohner zelebrierten diese besondere Umgebung mit Aktivitäten wie z.B. einem mehrfach ausgetragenen Hacker-Jeoparty oder einem T-Shirt-Druck-Workshop mit einzigartigem Druckverfahren (vielen Dank an dieser Stelle!). Eine famose Hackerküche kredenzte vielfältige und aufwändige Speisen zum Frühstück und vor allem Abendessen sowie manchmal sogar zur Kaffe-und-Kuchen-Zeit, was sich schnell herumsprach und großer Beliebtheit erfreute. Dabei wurde nicht selten auf lokal verfügbare, schier unerschöfliche Apfelresourcen zurückgegriffen. Ein Tent-Peering zu den NeighbourhoodNerds sorgte genauso wie auch die Gründung von Aachen an der Saar zusammen mit dem CCCAC für sozialen Austausch und viele neue Freundschaften.

Dank gilt der LUG Saar, dem Ministerium für Landnerdschaft sowie natürlich den vielen, immer netten, helfenden Händen für Unterstützung vor Ort sowie während der Vorbereitung und dem anschließenden Aufäumen des Hackerspaces. Insbesondere danken wir allen beteiligten Gruppen, Operation Centers, Engeln und dem Chaos, die das Camp in diesem Umfang möglich machen. Wir freuen uns auf viele weitere Veranstaltungen mit Dingen wie: buntem Blink, lokaler Obstversorgung, nächtlichem Apfelkuchen, Remote-Podcasting, Kunststoffrohr-Dome-Bau (Dank an CCCAC), guter Musik mit mit Live-DJing, Blumen vorm Zelt, frisch gebackenem Baguette, verschiedenstem Slush, Eistee, Fibre-to-the-Tent

Vielen Dank an MadTiXx welcher uns das nachfolgende Video zur Verfügung gestellt hat. Auf seinem Youtube Channel gibt es weitere Videos zum Camp.

Save the Date: Knowledge Camp 11/19

Flyer für Hacksaar Knowledge Camp 11/2019

Knowledge Camp

Nach längerer Pause freuen wir uns, im November wieder ein Knowledge Camp in unserem Hackerspace veranstalten zu können.

Weitere Details sowie die genaue Vortragsliste folgen.

Was ist ein Knowledge Camp?

Auf einem Knowledge Camp tragen Leute wie du und ich kurze Vorträge zu allerhand verschiedenen Themen aus Wissenschaft, Technik, Kultur und Gesellschaft vor.

Themen der letzten Veranstaltungen waren u.a.: Cloud Computing, Quanten Computer, Kryptowährungen, Demoscene, Digitale Selbstverteidigung, Brot backen, Digitale Klangerzeugung, Wahlverfahren, und viele weitere!

Wir freuen uns besonders, wenn auch du einen eigenen Vortragsvorschlag in unser Pad einträgst und auf unserer öffentlichen Mailingliste ankündigst. Zur besseren zeitlichen Planung solltest du unbedingt einen Zeitrahmen angeben (max. 15/45 min).

Da es bereits eine Vielzahl von Vorschlägen gibt, behalten wir es uns vor, eine Vorauswahl der Vorträge zu treffen. Die finale Vortragsauswahl werden wir zeitnah vor der Veranstaltung veröffentlichen.

Die Vorträge werden überwiegend von unseren Mitgliedern oder ausgewählten Gästen gehalten.

Wo / wann findet das Knowledge Camp statt?

  • Termin: Samstag, den 23.11.2019 ab 16:45
  • Ort: St.-Josef-Straße 8, 66115 Saarbrücken (Eingang hinterm Haus)
  • Eintritt: frei

Wir freuen uns auf deinen Besuch!

Packen wir’s ein!

Das Camp rückt mit großen Schritten näher. Noch sieben mal schlafen, dann fährt die erste Crew los.

Heute haben wir begonnen, die letzten fehlenden Dinge von der Packliste einzukaufen/zu bestellen.

Inzwischen haben wir sogar einen eigenen Gastrobräter mit Grill und Pfanne.

Heute wurden im Hackerspace diverse Kisten gepackt und verschnürt und für den weiteren Transport im Flur vorgestapelt.

Dank dem in der LUGSaar entwickelten, patentierten Roter Punkt Markiersystem konnten wir sehr einfach die Vorsortierung für die Zuordnung zu den beiden Transportern gewährleisten.

Für Transporter eins haben wir sogar unsere Schreinerkünste herausgekramt und eine Trennwand in den Transporter eingezogen.

Außerdem haben wir Stromkrempel, Krimskrams, Zeug, Blinkebunt, Geleucht, Küchenzubehör, Überlebensbedarf, Campreinhalteutensilien und diversen anderen Kram™ eingekauft.

Vielen Dank an alle Helfer!

Jetzt kanns quasi los gehen.

Kühlschrank- und Display-Upgrade

Wir haben einen neuen, sparsamen Kühlschrank gekauft und unser 3D-Arbeitsplatz wurde mit einem 4k-Display nachgerüstet. Das lief mit der integrierten Grafikkarte lediglich mit 30 Bildern pro Sekunde, dementsprechend musste auch die Grafikkarte aktualisiert werden. Dafür fand sich wiederum ein Spender, so dass wir insgesamt recht günstig davonkamen.

Wir sind also für den Sommer gerüstet und die „Arbeitsfläche“ für 3D-Design ist auch erheblich größer geworden.

Besuch der GPN

Auch bei der GPN waren wir in diesem Jahr wieder dabei! Rund 10 Leute von uns waren dort.

Wir haben uns verschiedene Vorträge angehört, an Projekten wie z.B. Freifunk mitgearbeitet, mitgebrachte Projekte anderer bewundert, uns mit anderen Gruppen vernetzt und natürlich Gulasch gegessen!

Es gibt in dem Gebäudekomplex immer auch mehrere Kunstausstellungen, manche mit freiem Eintritt, manche kostenpflichtig und die sind ebenfalls sehr empfehlenswert. Mindestens eine Ausstellung endete aber am Wochenende der GPN, ist jetzt also nicht mehr da. Dafür gibt es jetzt wieder eine neue…

Besuch der Revision

Wir waren auch in diesem Jahr wieder auf der Revision… Und wir haben wieder einen Preis bekommen!

Insgesamt war die Revision für uns bisher eher eine „Dabeisein-ist-alles“-Veranstaltung, aber nachdem wir 2016 den ersten Preis beim Fotowettbewerb gemacht haben, konnten wir dieses Jahr das beste Spiel liefern.

Wir waren wieder mit über 20 Leuten dabei und durch das ungewöhnlich warme Wetter Ende April 2019 war es wie ein kleiner Sommerurlaub.

Deutscher Entwicklerpreis 2018

Bild: @InaTweetsFYI

Felix kenne ich seit über 5 Jahren. Meistens treffe ich ihn mittwochs, denn dann fährt er mit seinem Fahrrad zum Treff im Hackerspace Saarbrücken. Felix ist nett, aber er hat wenig Zeit zum Reden. Er hat nämlich viel zu tun: Seitdem ich ihn kenne programmiert er an seinem Spiel. Anfangs frage ich aus Neugier:

Felix, was programmierst du da?

Felix erklärt mir, dass er seine eigene Physik-Engine in Javascript baut. Nun, von Browser-Spielen verstehe ich nichts, aber es klingt nach viel Arbeit. Nach kurzem googlen stelle ich fest, dass die meisten Indie-Game-Entwickler einfach eine bestehende Game-Engine verwenden. Felix baut seine eigene. Nun ja, hier im Hackerspace hat ja fast jeder ein ungewöhnliches Hobby. Zwei Jahre später erkundige ich mich im vorbeigehen:

Felix, woran arbeitest du im Moment?

Felix erklärt geduldig, dass er zusammen mit anderen ein Spiel entwickelt. Mit einer durchdachten Geschichte, einem Kampfsystem mit Bällen, Rätsel und toller Grafik im SNES Stil. Basierend auf seiner Game-Engine. Je mehr er mir erklärt, desto klarer wird mir, dass das noch mehr Arbeit ist als ich mir anfangs dachte. Und wohl kein Hobby, sondern Lebensinhalt. Und Felix programmiert weiter während er mit mir spricht. Ein Jahr darauf hat Felix ein neues Laptop. Mit einem schwarzen Brett dran.

Felix, was ist das für ein Brett an deinem Laptop?

Er denkt sich neue Level aus, mit Rätseln, Puzzles, und er zeichnet immer mehr Level-Bausteine und Figuren. Dazu braucht man ein digitales Zeichentablet. Damit kann Felix schneller zeichnen: mit einem Stift, nicht mit der Maus. Programmieren muss er nicht mehr so viel – dank des Level-Editors, den er programmiert hat.

Arbeitest du allein?

Offensichtlich ist Felix nicht allein, auch wenn das aus meiner Perspektive so aussieht. Er arbeitet mit vielen Leuten zusammen, die ebenso enthusiastisch sind wie er. Leveldesign, Musik, Story – so ein Spiel ist ein riesiges Projekt.

Habe ich eigentlich erwähnt, dass Felix immer arbeitet wenn ich ihn sehe? Wirklich IMMER. Klar habe ich ihn mal Pizza essen sehen. Oder etwas trinken. Auch Atmen tut er. Aber seine Hände und sein Kopf arbeiten pausenlos an CrossCode. Auch wenn er isst. Oder redet. Oder trinkt. Nur auf dem Fahrrad hat das Grafiktablet kurz Pause.

Wie viele Jahre seiner Zeit Felix nun in die Erschaffung von CrossCode investiert hat, kann ich nicht abschätzen. Aber es ist unfassbar viel Arbeit und Herzblut in das Projekt geflossen. Nun ist CrossCode da, Menschen können es kaufen und spielen. Und Felix? Er und sein Team haben für das Spiel den deutschen Entwicklerpreis erhalten.

BESTES INDIE GAME 2018.

Die anderen Kandidaten der Preisverleihung kenne ich nicht. Aber ich weiß ganz sicher, dass Felix nicht nur Glück zum Sieg verholfen hat. Sondern vor allem SAU VIEL Arbeit. Und es ist absolut gerechtfertigt, dass durch so viel Begeisterung, Enthusiasmus und Herzblut nicht nur ein tolles Spiel erschaffen wurde, sondern auch dass die Leistung des gesamten Teams mit diesem Preis geehrt wird.

Der ganze Hackerspace hier, alle Saarbrücker Fahrradfahrer und jeder der einmal ein Computerspiel gespielt hat gönnt euch den Preis von ganzem Herzen: Herzlichen Glückwunsch Felix und der für uns unsichtbare Rest von @RadicalFishGame zum Deutschen Entwicklerpreis 2018!

Update 19.12.2018: CrossCode bestes Spiel beim Game Award Saar

Kurz nach dem Deutschen Entwicklerpreis wurde CrossCode nun auch mit dem Game Award Saar als Bestes Spiel 2018 ausgezeichnet. Well done, RadicalFishGame! Jetzt fehlt nur noch der Oskar, dann habt ihr alle bekannten Preise zusammen, oder?


Knowledge Camp 12/18

Am Samstag, den 01.12.2018 findet ab 15:30 wieder ein Knowledge Camp im Hackerspace Saarbrücken statt.

Ein Knowledge Camp ist eine offene Veranstaltung bei der sowohl Mitglieder als auch Besucher dem Publikum
ein beliebiges Thema im Rahmen eines 15 bis 45 minütigen Vortrag vorstellen können.

 

 

Themen

Dieses mal geht es unter anderen um folgende Themen

  • Kubernetes Überblick
  • Demo Scene: 4k Intro Basics
  • Wie programmiert man einen Quanten-Computer
  • Kryptowährungen am Beispiel von Nimiq
  • Best Practise Virtualisierung – Proxmox, FreeNAS, ZFS, 10Gbit
  • SceneTree-Based Programming mit Godotengine
  • Digitale Selbstverteidigung

Wir behalten uns spontane Programmänderungen vor.

Natürlich sind wie immer auch Nichtmitglieder herzlich eingeladen.
Wir freuen uns auf euer Kommen!

Bildquelle:
https://www.pexels.com/de-de/foto/begrifflich-business-dauerhaft-denken-256307/

Der erste Hacksaar Podcast-Brunch – von und mit dem Ministerium für Landnerdschaft

Liebe Podcast-Interessierte,
am Sonntag, dem 14. Oktober 2018 findet im Hackerspace Saarbücken zum ersten Mal eine experimentelle Veranstaltung statt: Der Podcast-Brunch.
Im lockeren Rahmen wird es um Podcasts und Futtern gehen, am Nachmittag finden Workshops und eine Livesendung statt.
Gegen 11 Uhr werden Holm und Cuba aus Saarlouis davon erzählen, wie sie ihre Podcasts Landnerdschaft und Digital Survivor produzieren und publizieren, welche Probleme es aus dem Weg zu räumen galt und welche Techniken sich bewährt haben und welche nicht.
Da die Landnerdschaft selbst erst mit ihrer Folge 0 auf dem 34c3 zu senden begann, handelt es sich hier nicht um einen Expertenvortrag, sondern einen Rückblick über ein Dreivierteljahr erste Gehversuche und Optimierung.
Anschliessend darf beim improvisierten Brunchbuffet diskutiert und gefachsimpelt werden.
Für den Nachmittag, ab ca. 13 Uhr sind dann LightningCasts geplant.
Das Konzept hierbei lautet:
* Podcasting für Anfänger.
* 10 Minuten Aufnahme.
* Gerne alleine,
* gerne mit Mehreren oder
* moderiert in Form eines Interviews.
* Freie Themenwahl.
* Im Anschluss: danach 10 Minuten Bearbeitung und Mastering.
* Abschließend: Präsentation und Besprechung.
* Publizierung des fertigen Podcasts, falls gewünscht.
Insbesondere geht es bei den LightningCasts darum, sich selbst die Mikrofonangst zu nehmen, die Aufnahme- und Produktionstechnik mal live in Aktion zu sehen sowie sein eigenes Equipment mitzubringen und herauszufinden, ob das tolle Gaming-Headset Podcast geeignet ist oder nicht.
Während der Lightning Cast Produktionen bitten wir alle übrigen Besucher, sich still zu verhalten. Da jeder LightningCast Slot ca. 30 Minuten in Anspruch nimmt plus mögliche Umbauphasen für eigenes Equipment, bitten wir vorab um eine Anmeldung.
Gegen 16 Uhr endet der Workshopteil.
Da das Equipment bereits vor Ort ist und sicher auch einige (zukünftige) Stammhörer vor Ort sein werden, wird ab 17 Uhr dann eine Folge der Landnerdschaft produziert. Cuba und Holm werden live vor Ort sein, die übrigen Teilnehmer werden per Studiolink zugeschaltet.
Nach der Sendung endet die Veranstaltung.
Aus Gründen der Planbarkeit bitten wir um eine unverbindliche Anmeldung per Email mit folgenden Informationen
* Möchte ich den Workshop sehen?
* Esse ich mit?
* Bevorzuge ich veganes oder vegetarisches Essen?
* Möchte ich bei den Workshops zuschauen?
* Möchte ich selbst einen LightningCast produzieren?
* Bringe ich hierfür eigenes Equipment mit und welches?
* Möchte ich der Live Sendung der Landnerdschaft beiwohnen?
* Die Anmeldungen helfen uns, dafür zu sorgen, daß es ausreichend zu Essen gibt, während der Vorträge und Aufnahmen keine Stühle gerückt werden müssen und um je nach Interesse zu entscheiden, wie wir für die Raumbeschallung während der Livesendung sorgen. (Hören nur 5 Leute zu verteilen wir Kopfhörer für alle und gut ist…)
Anmeldungen und Rückfragen können in der Liste public@lists.hacksaar.de oder unter podcastbrunch@landnerdschaftsministerium.de erfolgen.